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Spotlight on: Wetzel Family hosts a German exchange student from Munich

This past school year, the Wetzel family sponsored a high school student from Germany named Lissi. Read about her experiences and her valuable advice for future exchange students!

What was the setup for your exchange?
Ich bin am 6. August nach Amerika gekommen um hier für ein Jahr in die Schule zu gehen. Das alles haben meine Eltern und ich privat und mit der Hilfe von Arbeitsfreunden organisiert und so habe ich auch meine Gastfamilie gefunden, die mich für die ganze Zeit bei ihnen aufgenommen hat. Ich hatte im April 2007 die Möglichkeit meine Gastfamilie schon im Voraus kennenzulernen, da ich mit meiner Familie in den Osterferien nach Amerika geflogen bin. Der Wunsch ein Jahr in Amerika zu leben ist in den Pfingstferien 2005 entstanden als ich mit meiner Familie Boston, New York und Washington D.C. besichtigt habe. Mich haben einfach die amerikanische Atmosphäre, die Städte und der Gedanke gut Englisch sprechen zu können so beeindruckt, dass ich nach diesem Urlaub angefangen habe mich über einen Austausch zu informieren. Ich habe dabei viel Unterstützung von meinem Vater bekommen, der froh war, dass ich nach Amerika gehen möchte, da er der Meinung ist, dass das eine einmalige Erfahrung ist. Meine Mutter war eher besorgt als froh, aber sie hat sich meinen Plänen nie in den Weg gestellt, sondern mich unterstützt.

What did you do for school and how was that experience for you?
Ich bin in die 11. Klasse der Privatschule CCES, Christ Church Episcopal Church, gegangen und habe dort einige Erfahrungen gesammelt. Es war für mich sehr interessant das amerikanische Schulsystem kennen zulernen, denn es gibt viele Unterschiede zwischen deutschen und amerikanischen Schulen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo ich immer nur bis 13Uhr Schule, wenig Hausaufgaben und viel Freizeit am Nachmittag hatte, habe ich hier bis um 15:30 Schule, sehr viele Hausaufgaben und viele Tests. Jedoch ist mir die Schule in Amerika wesentlich leichter gefallen als in Deutschland, was wahrscheinlich an den Einzeltischen (die einen etwas vom Reden abhalten), an den vielen Hausaufgaben (die man auch wirklich machen muss, da sie regelmäßig kontrolliert werden) und dem guten Schüler-Lehrer-Verhältnis liegt. Trotzdem hätte ich gerne die Erfahrung gemacht auf eine öffentliche Schule zu gehen, wo nicht so viele andere Deutsche gewesen wären. So hätte ich die Möglichkeit gehabt Erfahrungen mit typisch amerikanischen und verschiedenartigen Familien zu machen.

How much do you think your language level has changed during the year? What was the greatest factor, if there was an improvement?
Ich glaube meine Englischkenntnisse haben sich sehr verbessert und ich fühle mich sicher mich auf Englisch zu unterhalten. Wenn ich daran denke, dass ich versucht habe mich im ersten Monat mit Handzeichen, „Yes“ und „No“ zu verständigen um es zu vermeiden Englisch zu reden, habe ich mich, was die Sprache angeht, um einiges weiterentwickelt. Ich kann fast alles verstehen, auch wenn ich nicht die Bedeutung von jedem Wort weiß. Jedoch glaube ich, dass mein Englisch noch besser sein könnte, wenn ich nicht die Möglichkeit gehabt hätte so viel Deutsch zu sprechen. Beim Englisch lernen hat mir am meisten geholfen, dass ich in einer amerikanischen Familie gelebt habe und mich zuhause nur auf Englisch unterhalten konnte. Zudem habe ich in der Schule im Unterricht von den Lehrern auch nur Englisch gehört, was mir sehr beim Verstehen geholfen hat.

What activities outside of school have you gotten involved in during your stay?
Außerhalb der Schule habe ich nicht so viel gemacht, weil Schule den größten Teils meines Tages eingenommen hat. Nach der Schule musste ich erst mal Hausaufgaben machen, meistens bin ich dann noch ins Fitnessstudio gegangen und dann war der Tag schon um. Übers Wochenende gab es natürlich auch immer Hausaufgaben zu machen, aber da hatte ich dann noch Zeit mich mit Freunden zu treffen. (um ins Kino zu gehen, zusammen essen zu gehen und um einfach Zeit zusammen zu verbringen). Aber neben meinem alltäglichen Leben habe ich auch noch an manchen Veranstaltungen der Jugendgruppe der Kirche teilgenommen, wie ein Wochenende zum Snowboard fahren oder in die Berge zu fahren. Spring Break habe ich mit meiner Gastfamilie in Florida, Daytona Beach, verbracht und habe so auch noch einen anderen Teil von Amerika gesehen.

What were some of the best experiences you have had during this past year?
Ich hatte viele schöne Erfahrungen in diesem Jahr, aber zu meinen besten Erfahrungen gehört auf jeden Fall der „Prom“. Diesen Abend, an dem die Mädchen wunderschöne Kleider tragen und die Jungs richtige Gentlemen sind und man einfach nur unheimlich viel Spaß in einer Gruppe von Freunden hat, werde ich niemals vergessen. Andere schöne Erfahrungen waren das Familienfest „Thanksgiving“ , bei dem die ganze Familie zusammenkommt und zusammen ein Festmahl isst. Darüber hinaus die Möglichkeit mit 16 Jahren alleine Auto zu fahren, die Freundlichkeit der Amerikaner und mein Urlaub in Florida mit meiner Gastfamilie. Außerdem habe ich in der Schule ziemlich gute Noten bekommen. Das war in Deutschland bisher anders.

What did you learn about yourself during this time?
Ich würde sagen, dass Ich viel über mich gelernt habe. Im Laufe der Zeit habe ich gemerkt was meine Stärken und Schwächen sind, und ich habe gelernt, dass ich meine Schwächen „bekämpfen“ kann. Ich habe gelernt wie ich mit schwierigen Situationen und Menschen umgehen muss und vor allem hab ich gelernt wer ich bin und was meine Ziele sind. Ich glaube ich habe mich wirklich weiterentwickelt, weiß jetzt was ich leisten kann, was ich leisten will und an was ich arbeiten muss um mein Ziel zu erreichen.

Besides being away from your family, what was the most difficult part or time of the exchange?
Für mich war die Anfangszeit nicht ganz einfach, da ich in einer ganz neuen Situation war und mir keiner helfen konnte, wie ich am besten damit umgehen sollte. Man kommt in eine Familie, die man nicht sehr gut kennt und ich brauchte Zeit um mich einzuleben. Außerdem hatte ich natürlich direkt am Anfang keine Freunde und es hat einfach seine Zeit gebraucht bis ich mich an die neue Situation gewöhnt hatte und mir mein 2. Leben aufgebaut hatte. Die zweite schwere Phase war nach ungefähr 3 Monaten, nachdem alles was Neue und Spannend zum Alltag geworden war. Außerdem haben meine ganzen deutschen Freunde davon geredet, dass sie über Weihnachten nach Hause fliegen und ich war die einzige die Weihnachten nicht mit meiner Familie verbringen würde. Ich habe das dann meiner Gastfamilie und meinen Eltern erzählt und wir haben einen Flug nach Deutschland gebucht um Weihnachten mit meiner Familie zu verbringen. Danach ging es mir wieder sehr gut. Ich würde sagen, dass ungefähr um „Thanksgiving“ das Heimweh vorbei war und ich mich ziemlich gut eingelebt hatte.

What advice would you have for other students considering this type of experience?
Ich kann nur das weitergeben, was ich im Nachhinein bei mir anders gemacht hätte. Man sollte auf jeden Fall versuchen das Beste aus dem Jahr zu machen, denn es ist eine unheimlich gute Erfahrung. Man lernt nicht nur was über sich selbst, sondern auch über andere. Jeder sollte von vorne herein jeden Tag voll und ganz genießen, denn die Zeit geht schneller vorbei als man denkt. Selbst wenn es am Anfang nicht danach aussieht. Ich finde, dass es unheimlich wichtig ist soviel Englisch wie Möglich zu reden und deshalb sollte man versuchen die Schüchternheit so schnell wie möglich loszuwerden. Aber nicht nur was das Englisch sprechen angeht, sondern auch das kennen lernen von anderen „Leuten“ ist sehr wichtig. Man sollte immer dran denken, dass man den Großteil der „Leute“ wahrscheinlich so schnell nicht mehr wieder sehn wird.

What will you miss the most after returning to Germany?
Am meisten werde ich natürlich meine Gastfamilie und Freunde vermissen, denn mit ihnen habe ich in diesem Jahr ein sehr enges Verhältnis aufgebaut und es wird sehr komisch sein, wenn ich sie nicht mehr jeden Tag um mich herum haben werde. Außerdem werde ich das Autofahren vermissen. In Amerika durfte ich schon ganz alleine Autofahren aber wenn ich zurück in Deutschland bin darf ich bis zu meinem 17. Geburtstag überhaupt nicht fahren und dann wieder mit Begleitung der Eltern. Nicht zu vergessen sind natürlich die billigen Anziehsachen und vor allem das Englisch sprechen. Im Grossen und Ganzen werde ich mein ganzes Leben in Amerika vermissen, denn ich lasse mein 2. Leben, was ich mir ganz alleine aufgebaut habe, zurück.

Any embarrassing stories or experiences you would like to share?
Ich habe leider nicht sehr viele peinliche Geschichten. Aber einmal waren wir bei Nachbarn zum Abendessen eingeladen und Paul hat mich angerufen, damit ich einen „coat“ für Valarie mitbringe aber anstatt einem Mantel hab ich eine „Coke“ mitgebracht. Sie haben mich dafür den ganzen Abend, und auch bis heute noch, ausgelacht. Paul macht sich auch immer noch über mich lustig indem er meine „Daumen hoch“ - und „Daumen runter“ – Sprache, mit der ich mich im ersten Monat verständigt habe, nachmacht.

What things have you learned by being with a host family that you could not have learned in Germany?
Ich habe gelernt, dass ich für mich selber verantwortlich bin und meine Sachen wie Wäsche waschen und Badezimmer putzen selber zu erledigen habe. Außerdem konnte ich eine ganz andere Kultur kennen lernen und die Erfahrung machen in einer amerikanischen Familie zu leben, den Lebensstil kennen zu lernen und Feiertage wie „Thanksgiving“, „Valentines Tag“, „Muttertag“ und „Geburtstage“ mitzuerleben und die Unterschiede z wischen Amerika und Deutschland herauszufinden.

 

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